Pflegegrad 1-5

(208,- € Entlastungsleistung bei Pflegegrad 5 steht nur Pflegegraden vor 2017 als Bestandsschutz zu Verfügung)

Der Bedarf nach einer anschließend benötigten Häuslichen Krankenpflege wird meist während eines Krankenhausaufenthalts deutlich. Unsere Beratung beginnt daher auch direkt vor Ort, in dem wir uns mit der Institution in Verbindung setzen und bereits während Ihres dortigen Aufenthaltes nach ärztlicher Anordnung alles Notwendige (wie z.B. Bedarf eines Pflegebetts, Rollstuhls, Nachtstuhls, etc.) für eine ambulante Versorgung in Ihrem Zuhause mit Ihnen oder Ihren Angehörigen organisieren und sicherstellen.

Wir beraten Sie gern, wie Sie einen Pflegegrad (Pflegestufe) beantragen.

Auch bei der späteren Begutachtung durch den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) zur Einstufung in eine der Pflegestufen, stehen wir Ihnen auf Wunsch beratend zur Seite.

 

Während der gesamten Pflegezeit durch unseren Pflegedienst erhalten pflegende Angehörige Tipps und Ratschläge zur Vereinfachung von pflegerischen Tätigkeiten und Handhabung von unterstützenden Pflegehilfsmitteln.

Unser Team berät Sie ebenfalls zu diversen Risiken wie z.B. dem Sturzrisiko, Dekubitusrisiko (Wundliegen), Schmerzrisiko, Kontrakturrisiko (Gelenkversteifung) und weiteren allgemeinen Risiken, die im Pflegealltag drohen können.

Gerne erstellen wir Ihnen auch einen sogenannten Beratungseinsatz (Pflegegutachten) für Ihre Pflegekasse, zum Nachweis der gesicherten Pflege (wenn Sie keinen Pflegedienst in Anspruch nehmen möchten/müssen, und Sie als Angehöriger selbst die Pflege eines Verwandten übernehmen).
Bei folgenden Pflegegraden benötigen Sie regelmäßig ein sogenanten Beratungseinsatz (Pflegegutachten) zur Vorlage bei Ihrer Krankenkasse:

Pflegegrad 1 und 3 =  zweimal jährlich
Pflegegrad 4 und 5  = viermal jährlich

Die Leistungen für die Verhinderungspflege für Pflegebedürftige des Grades 2-5 betragen pro Jahr 1.612€ für einen maximalen Zeitraum von 42 Kalendertagen, der Übertrag von 50% der Kurzzeitpflege (806,- €) auf die Verhinderungspflege ist weiterhin ermöglich (2.418,-€)
Neu ist: Während des Zeitraumes einer Verhinderungspflege wird das Pflegegeld um 50% gekürzt, sofern die Verhinderungspflege weniger als oder genau 8 Stunden in einem Zeitraum von weniger als oder genau 2 Tagen in Anspruch genommen wird.
Bei der Kurzzeitpflege werden pro Jahr 1.612€ für maximal 56 Kalendertage erstattet. Eine Übertragung der Verhinderungspflege ist ebenfalls weiterhin möglich, wobei auch hier das Pflegegeld um 50% während der Kurzzeitpflege gekürzt wird.
Lediglich Personen mit Pflegegrad 1 können sich Kosten der Kurzzeitpflege nur über den Anspruch auf Entlastungsleistungen (§ 45b SGB XI) erstatten lassen, sofern das Budget hierfür ausreicht.

Der Zuschuss zu Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes § 40 Abs. 4 SGB XI wird auch künftig 4.000€ betragen. Leben mehrere Pflegebedürftige in der Wohnung, so ist der Gesamtzuschuss auf 16.000€ begrenzt. Der Leistungsanspruch gilt bereit ab Pflegegrad 1.

Hilfsmittel zum Verbrauch nach§ 40 Abs. 2 SGB XI (z.B. Handschuhe, Desinfektionsmittel etc.) werden ab Pflegegrad 1 in Höhe von monatliche 40 EUR gewährt.

Übergangspflege (SGB V Leistung der Krankenkasse) für Menschen ohne Pflegegrad z.B. nach einem plötzlichen Krankenhausaufenthalt -für einen Zeitraum von bis zu vier Wochen. Dies umfasst die Grundpflege, eine hauswirtschaftliche Versorgung im Rahmen der häuslichen Krankenpflege sowie Haushaltshilfe. Die Krankenkasse beteiligt sich an den Kosten für Pflege, Betreuung und Behandlungspflege oder Kurzzeitpflege bis zu einem Betrag von jährlich 1.612€.

Abschließend noch ein Hinweis für alle pflegenden Angehörigen:
Beiträge zur Rentenversicherung werden gezahlt, wenn ein Pflegegrad der zu pflegenden Person zwischen Stufe 2-5 vorliegt und der pflegende Angehörige wenigstens zehn Stunden wöchentlich, verteilt auf regelmäßig mindestens zwei Tage in der Woche pflegt und regelmäßig nicht mehr als 30 Stunden wöchentlich erwerbstätig ist. Neu ist, dass Pflegepersonen ab 2017 nach den Vorschriften des SGB III in der Arbeitslosenversicherung versichert werden können.
Weiterhin haben Arbeitnehmer (in Betrieben mit mehr als 15 Beschäftigten) die Möglichkeit, unbezahlte Pflegezeit bis zu 6 Monate zu nehmen, um einen nahen Angehörigen zu pflegen.

Besonders zu beachten gilt: Um eine der Leistungen in Anspruch nehmen zu können, muss erst ein Antrag bei der entsprechenden Pflege- oder Krankenkasse gestellt werden, der dann von selbiger genehmigt werden muss!

Weitere Informationen zu diesem komplexen Thema, sowie Hilfe und Unterstützung erhalten Sie bei uns oder Ihrer Pflege- bzw. Krankenkasse, unter
http://www.bmg.bund.de Bundesministerium für Gesundheit.

Unsere Leistungen im Überblick

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Pflegekosten steuerlich geltend machen

Pflegegrad (Pflegestufe)

Wiesbadener Kurier 09.10.2018