Beratung

Der Bedarf nach einer anschließend benötigten Häuslichen Krankenpflege wird meist während eines Krankenhausaufenthalts deutlich. Unsere Beratung beginnt daher auch direkt vor Ort, in dem wir uns mit der Institution in Verbindung setzen und bereits

während Ihres dortigen Aufenthaltes nach ärztlicher Anordnung alles Notwendige (wie z.B. Bedarf eines Pflegebetts, Rollstuhls, Nachtstuhls, etc.) für eine ambulante Versorgung in Ihrem Zuhause mit Ihnen oder Ihren Angehörigen organisieren und sicherstellen.

Wir beraten Sie gern, wie Sie eine Pflegestufe beantragen. Auch bei der späteren Begutachtung durch den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) zur Einstufung in eine der Pflegestufen, stehen wir Ihnen auf Wunsch beratend zur Seite.

Während der gesamten Pflegezeit durch unseren Pflegedienst erhalten pflegende Angehörige Tipps und Ratschläge zur Vereinfachung von pflegerischen Tätigkeiten und Handhabung von unterstützenden Pflegehilfsmitteln.

Unser Team berät Sie ebenfalls zu diversen Risiken wie z.B. dem Sturzrisiko, Dekubitusrisiko (Wundliegen), Schmerzrisiko, Kontrakturrisiko (Gelenkversteifung) und weiteren allgemeinen Risiken, die im Pflegealltag drohen können.

Gerne erstellen wir Ihnen auch ein Pflegegutachten für Ihre Pflegekasse, zum Nachweis der gesicherten Pflege (wenn Sie keinen Pflegedienst in Anspruch nehmen möchten/müssen, da Sie als Angehöriger selbst die Pflege eines Verwandten übernehmen).
Bei folgenden Pflegestufen benötigen Sie regelmäßig ein sogenantes Pflegegutachten zur Vorlage bei Ihrer Krankenkasse:

Pflegestufe 1 und 2 =  zweimal jährlich
Pflegestufe 3 = viermal jährlich

Wir informieren Sie detailliert über die Leistungen Ihrer Pflege- und Krankenkasse:

Das neue Jahr bringt eine Fülle an Veränderungen im Gesundheitswesen mit sich. So hat der Gesetzgeber in seinem neuen „Pflegestärkungsgesetz“ zahlreiche Änderungen vorgenommen. Nachfolgend haben wir die wichtigsten Änderungen für Sie zusammengefasst:

Ab dem 1. Januar 2015 werden alle Pflegestufen um 4% erhöht.

Für Personen OHNE eingeschränkte Alltagskompetenz erhöhen sich die Leistungsbeträge als Sachleistung

in Pflegestufe I auf 468 EUR (alt 450 EUR),
in Pflegestufe II auf 1.144 EUR (alt 1.100 EUR) und
in Pflegestufe III auf 1.612 EUR (alt 1.550 EUR).

In Bezug auf das Pflegegeld heißt das

in Pflegestufe I auf 244 EUR (alt 235 EUR),
in Pflegestufe II auf 458 EUR (alt 440 EUR) und
in Pflegestufe III auf 728 EUR (alt 700 EUR).

Für Personen MIT eingeschränkter Alltagskompetenz (Demenz) erhöhen sich die Leistungsbeträge als Sachleistung

in Pflegestufe I auf 689 EUR (alt 665 EUR),
in Pflegestufe II auf 1.298 EUR (alt 1.250 EUR) und
in Pflegestufe III auf 1.612 EUR (alt 1.550 EUR).

In Bezug auf das Pflegegeld heißt das
in Pflegestufe 0 auf 123 EUR (alt 120 EUR),
in Pflegestufe I auf 316 EUR (alt 305 EUR),

in Pflegestufe II auf 545 EUR (alt 525 EUR) und

in Pflegestufe III auf 728 EUR (alt 700 EUR).

Auch der Satz für die sog. Härtefallregelung (Pflegestufe IV) wird auf 1.995 EUR (alt 1.918 EUR) erhöht.

Weiterhin können zusätzlich zu den Leistungen aus den Pflegestufen für Personen MIT eingeschränkter Alltagskompetenz auch Betreuungsleistungen nach § 45b SGB XI in Höhe von NEU 104 EUR bzw. bei erhöhter Einschränkung der Alltagskompetenz 208 EUR pro Monat in Anspruch genommen werden.

Neu ist darüber hinaus, dass Pflegebedürftige, die nicht die Voraussetzungen des
§ 45a erfüllen (also KEINE Einschränkung in der Alltagskompetenz haben), ebenfalls zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen in Anspruch nehmen können. Die Kosten hierfür werden bis zu einem Betrag in Höhe von 104 EUR monatlich ersetzt.

Auch in der Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI (bei Verhinderung der Pflegeperson) gibt es Neuerungen:
Der jährliche Leistungsumfang wird auf nun 1.612 EUR (alt 1.550 EUR) angehoben. Daneben wird der Zeitumfang von bislang 28 Kalendertagen auf künftig 42 Kalendertage erweitert. Völlig neu ist, dass der Leistungsbetrag der Verhinderungspflege unter Anrechnung auf den für die Kurzzeitpflege (§ 42 SGB XI) zustehenden Leistungsbetrag um bis zu 806 EUR (50 % der Kurzzeitpflege) auf insgesamt 2.418 EUR erhöht werden kann. Diese Möglichkeit besteht, soweit für diesen Betrag noch keine Kurzzeitpflege in Anspruch genommen wurde. Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege können also künftig miteinander kombiniert werden, da eine ähnliche Wahlmöglichkeit auch bei der Kurzzeitpflege eingeräumt wird.

Ebenfalls für Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes nach § 40 Abs. 4 SGB XI werden Neuerungen eingeführt:

Der Zuschuss zu Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes wird auf künftig 4.000 EUR erhöht (alt 2.557 EUR). Leben mehrere Pflegebedürftige in der Wohnung, so ist der Gesamtzuschuss künftig auf 16.000 EUR (alt 10.288 EUR) begrenzt.

Für Hilfsmittel zum Verbrauch nach§ 40 Abs. 2 SGB XI ergeben sich folgende Änderungen:

Der monatliche Höchstbetrag für die Erstattung der Hilfsmittel wird auf 40 EUR erhöht (alt 31 EUR).

Wer Kurzzeitpflege nach § 42 SGB XI in einer vollstationären Einrichtung in Anspruch nimmt, kann künftig bis zu 3.224 EUR abrufen, sofern die Kurzzeit- mit der Verhinderungspflege kombiniert wird (1.612 EUR + 1.612 EUR) und eine Verhinderungspflege noch nicht in Anspruch genommen wurde. Die zeitliche Beschränkung erweitert sich in diesem Falle ebenfalls um das Doppelte auf 8 Wochen pro Kalenderjahr. Diese Regelung wurde von den Pflegekassen bislang bereits so gehandhabt und wird nun im Gesetz aufgenommen.

Abschließend noch ein Hinweis für alle pflegende Angehörige:
Zukünftig können Arbeitnehmer bei einem plötzlichen Pflegefall in der Familie 10 Tage lang bezahlt am Arbeitsplatz pausieren - sog. Pflegezeit. Zudem können sie bis zu zwei Jahre kürzertreten und bekommen einen Rechtsanspruch auf sechs Monate Pflegezeit, quasi auf eine komplette Auszeit. Außerdem können bis zu 24 Monate Familienpflegezeit beansprucht und während dieser Zeit die Arbeitszeit auf bis zu 15 Stunden reduziert werden.

Weitere Informationen zu diesem komplexen Thema, sowie Hilfe und Unterstützung erhalten Sie bei uns oder Ihrer Pflege- bzw. Krankenkasse, unter
http://www.bmg.bund.de Bundesministerium für Gesundheit.

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